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MATIF-Mais

Info - Dienste

26 Sep
Weizen: Aufhebung der Nulltoleranz-Grenze bringt keinen Gewinn

Das Thema "Ägypten" beherrschte auch am Freitag den Markt. Wie bereits berichtet wurde die

26 Sep
Soja: Bohnen drücken Raps ins Minus

Sinkende Mehl- und Öl-Preise drückten am Freitag auf die Stimmung. Des Weiteren werden immer neue

26 Sep
Mais: Kurse leiden unter Erntedruck

Auch die Maiskurse an der CBoT hatten unter dem aufkeimenden Erntedruck zu leiden. Berichten zufolge

25 Sep
Chartanalyse KW39 - Ölsaaten vor möglicher Kursschwäche

Während es an den Weizenmärkten nur unbedeutende Kursbewegungen gab, war bei den Ölssaten schon mehr

23 Sep
Kartoffeln: Freundliche Marktlage hält an

Die freundliche Nachfrage am Kartoffelmarkt hält weiter an. Die Industriebetreibe fordern prompte

23 Sep
Schweine: unveränderte Marktlage

Am Schweinemarkt hat sich auch zum Ende der Woche nichts geändert. Das Angebot bleibt klein, die

Kontraktspezifikation: MATIF-Mais

Gehandelte Einheiten:

50 t Körnermais Ursprung Frankreich, max. 15,5 % Feuchte, max. 10 % Bruchkorn, max. 6 % Auswuchs

Notierung:

€/t, Mindesttick 25 cent

Laufzeiten:

August (Q), November (X), Januar (F), März (H) und Juni (M).

Letzter Handelstag:

der fünfte Handestag des Liefermonats

Lieferung/cash-settlement:

Physische Lieferung in Bourdeaux, Bayonne, La Pallice und Nantes

Handelszeiten:

10.45 Uhr bis 18.30 Uhr

Besonderheiten:

keine

Kontraktspezifikation: MATIF-Mais als PDF
Basiswissen Mais / Corn
1. Botanik und Herkunft

MaisMais (Zea mays) ist ein einjähriges, sich nicht bestockende Gräserart und stammt ursprünglich aus den tropischen Klimagebieten mit den Genzentren in Mexiko und Peru. Mais ist eine C4 Pflanze, d.h. die CO2 Assimilation ist bei höheren Temperaturen und Lichtintensität effizienter und ermöglicht so eine größere Photosyntheseleistung. Mais ist eine monözischen Pflanze, die männlichen Blütenorgane sind als Rispen am terminalen Ende und die weiblichen Blütenstände als Kolben in den Blattachseln zu finden. Aus dem Urmais Teosinte wurden zahlreiche Convaritäten kultiviert, die nach dem Korntyp und ihrer Verwendung unterschieden werden. Es gibt Hart-, Zahn-, Stärke-, Zucker-, Puff- und Wachsmais. Die den heute Anbau dominierten Hybridsorten gehen auf die Hart- und Zahnmaislinien zurück. Durch den Züchtungsfortschritt stiegen nicht nur die Hektarerträge um ein Vielfaches, sondern ermöglichte auch den weltweiten Anbau in den gemäßigten Klimazonen.

2. Qualitätskriterien und Nutzung

Mais wird entweder als Körnermais mit durchschnittlichen Erträgen von 7,5 t/ha oder als Silomais mit 45,0 t/ha geerntet. Das Maiskorn enthält zu 70% Stärke, 10,6% Rohprotein und 4,6% Rohfett. Der Futterwert von Silomais wird vom Kolbenanteil, Verdaulichkeit der Restpflanze, den Stärke sowie Trockensubstanzgehalt und der Silierbarkeit bestimmt. Etwa 80 % der Maisproduktion wird als Energie- und Rohfaserlieferant in der Geflügel- und Wiederkäuermast eingesetzt sowie als Gärsubstrat in Biogasanlagen. Des Weiteren gewinnt die Ethanolherstellung aus Mais zu Kraftstoffbeimischung vor allem in den USA an Bedeutung. In der menschlichen Ernährung findet Mais als Mehl, Stärke,Sirup, Keimöl, Cornflakes, Popcorn und Gemüsemais seine Verwendung.

3. Produktion und Handel

Mais ist hinsichtlich der Produktionsmenge die wichtigste Getreidesorte der Welt. Die weltweite Produktion von Mais wurde  2013/14 um 12,0% auf einen neuen Rekordwert von  988,6 Mill. Tonnen gesteigert. Die weltweite Anbaufläche betrug 179,9 Mill. Hektar. Die weltweit größten Maisproduzenten sind die USA mit 36,6% Anteil an der Produktion, gefolgt von China (22,5%) und Brasilien (7,2%). Vor allem in China und Brasilien ist der Anbau von Mais attraktiv geworden und hier hat sich die Produktion seit 1980 verdreifacht. Die größten Produzenten sind gleichzeitig auch die größten Verbraucher.  Bedeutende Maisimportländer sind  Japan (15,2 Mill. t), EU-28 (16,0 Mill. t), Mexiko (10,7 Mill. t) und Südkorea (10,3 Mill. t).

In Europa konzentriert sich der Körnermaisanbau auf Frankreich und Italien, während in den nördlichen Anbaugebieten Mittel- und Westeuropa der Silomaisanbau dominiert. In Deutschland hat der Maisanbau, u.a. durch die politische Förderung von Biogasanlagen in den letzten Jahren zugenommen und stieg von 1,8 Mill. Hektar in 2007 auf knapp 2,5 Mill. Hektar in 2014, wovon der überwiegende Anteil (2,1 Mill. ha) auf Silomais entfällt.

4. Warenterminmärkte

Der Maisfuture zählt nach Rohöl und Sojabohnen zu den am stärksten gehandelten Rohstoffkontrakten. Der größte Futures und Options Markt für Körnermais ist an der Chicago Board of Trade (CBoT). Weitere Handelsplätze sind u.a. die Bolsa de Mercadorias & Futuros in Brasilien, die JSE Securities Exchange in Südafrika, der Mercado de Termino in Argentinen und die Kansai-Commodities Exchange in Japan. Für die Preisabsicherung auf dem europäischen Markt sind die Notierungen des MATIF-Mais an der Euronext maßgeblich.

Während die CBoT-Futures-Kontrakte in US-cent je Scheffel notieren und einen Umfang von  5000 Scheffel (ca. 125t) haben, wird in Europa mit 50t Kontrakten in Euro je Tonne abgerechnet.

Die Einflussfaktoren auf den Maispreis sind vielfältig. Auf die Angebotsseite führen die Temperaturschwankungen und die Wasserversorgung der Pflanzbestände zu steigenden bzw. fallenden Kursen. Die Nachfrageseite wird von dem Futtermittelbedarf, den Preisen der Futtersubstitute, der wachsenden Nachfrage nach Biokraftstoffen und der politischen Einflussnahme (Subventionen und Handelsrestriktionen) bestimmt.

MATIF-Mais hatte im August 2012 mit 261,75€ ein 5 Jahreshoch erreicht. Aufgrund der guten Ernteerträge 2012 und 2013 kam es zu einem deutlichen Preisverfall, welcher bis September 2014 andauerte und zu Kursen von 131,25€ führte.  

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