Getreide und Ölsaatenbericht
10.02.2012 17:13 von Wolfgang Sabel (Kommentare: 0)
Weizen:
Nach anfänglicher Festigkeit im Gefolge der
als neutral bis leicht preisfreundlich eingeschätzten gestrigen
USDA-Meldung, schlossen die Getreide- und Ölsaatenmärkte
gestern Abend in Chicago schwächer. Es hieß, dass insbesondere
höher als erwartet gemeldeten Weltbestände beim Weizen,
nicht das waren, was in das Konzept der Weizenbullen
passt. Letztlich wurde durch diese Aussage der USDA aber nur
noch einmal das bestätigt, was seit geraumer Zeit bekannt ist,
dass nämlich von einer Weizenknappheit derzeit nicht die die
Rede sein kann. Zudem entspannt sich die Wettersituation bei
uns in Europa ein wenig. In der Ukraine verfügen mittlerweile
60% der Bestände über eine schützende Schneedecke. Dies,
und etwas mildere Temperaturen in der Vorhersage für Mittelund
Osteuropa brechen der weiteren Angst vor Auswinterungsschäden
etwas die Spitze. An der Matif startete der Weizen –
nach Kursabgaben gestern – heute erneut schwächer und kam
im Tagesverlauf weiter unter Druck. Charttechnisch sind wir
nach einem Ausbruchversuch nach oben zu Beginn dieser Woche,
in Paris wieder in die alte Spanne zurückgefallen, d.h. die
Märzfälligkeit hat in der Region 217-222 EUR/t einen recht starken
Widerstand mit nächsten nachhaltigen Unterstützungen bei
200-205 EUR/t. Darüber hinaus sieht Weizen in Chicago charttechnisch
etwas angeschlagen aus.
U & W (März ´12 Weizen): 201.25 | 209.00 – 217.75 | 221.75
Raps:
Geringere Ernten bei Soja und Mais scheinen weitestgehend
eingepreist. Nachdem die USDA gestern keine darüber
hinaus gehende bullische Überraschung präsentierte, stieß sich
die Bohne (wie auch der Mais) an markanten charttechnischen
Widerständen und handelte schwächer. Dies belastete auch
Raps an der Matif, der gestern noch stabil aus dem Handel ging,
heute aber ins Minus lief.
U & W (Mai ´12 Rapssaat): 434.00 | 442.00 – 448.25 | 454.50
Mais:
Mit den US-Vorgaben und dem Weizenhandel in Paris
war der Mais heute an der Matif unter Abgabedruck.
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