Weizen - fester Euro belastet

21.02.2012 16:07 von Georg Katsimbas (Kommentare: 0)

Weizen: Die Euro-Finanzminister haben den Weg für ein zweites Griechenland-Hilfspaket iHv. 130 Mrd. Euro freigemacht. Dies wurde heute früh in Brüssel bekannt. Damit ist Griechenland vorerst gerettet, wenn auch Athen bis Ende des Monats noch ein ganzes Bündel von Gesetzen auf den Weg bringen muss, damit das Geld dann auch endlich fließt. An den europäischen Aktienmärkten zeigten sich die Händler weitgehend unbeeindruckt. Die Einigung der Euroländer zu weiteren Milliardenhilfen war erwartet worden. Unsicherheiten bleiben. Der Euro konnte sich zum US-Dollar dennoch im Gefolge weiter befestigen. Der feste Euro belastete den Weizen zur Börseneröffnung in Paris und Gewinnmitnahmen setzen ein. Nachdem auch an den US-Übernachtbörsen Getreide nicht in den Lage war, aus den Kursaufschlägen vom Freitag weiteres Kaufinteresse nach sich zu ziehen, weiteten sich im Tagesverlauf die Gewinnmitnahmen an der Pariser Weizenbörse ein wenig aus. Interessant wird sein, inwieweit der Weizenmarkt das zuletzt aufgebaute Preisgefüge in den kommenden Tagen tatsächlich mit Wert unterlegen kann. Ukrainische Enteausfälle aufgrund von Auswinterungsschäden dürften weitgehend eingepreist sein. In den USA werden in diesem Jahr deutliche Anbauflächenausdehnungen für Mais (und Soja) erwartet, was die Bestandssituation bei Getreide weiter entlasten könnte. Auf der anderen Seite geht man im Handel davon aus, dass politische Entscheidungen und die damit verbundenen, von den Investmentfonds angestoßenen, Mittelzu- und Mittelabflusse auch demnächst die Agrarmärkte bald ebenso maßgeblich bestimmen werden, wie fundamentale Daten und Fakten.

U & W (März ´12 Weizen): 206.00 | 212.00 – 217.75 | 223.25

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