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ife Börsenmilchwert - aktuelle Milchpreise | Milchpreise | Milchkurs

ife-Börsenmilchwert

Kontrakt
Monat
Kieler
Börsenmilchwert*
Kurszeit
Sep 18 34.2 2018-09-20
Okt 18 31.5 2018-09-20
Nov 18 31.1 2018-09-20
Dez 18 31 2018-09-20
Jan 19 31.1 2018-09-20
Feb 19 31 2018-09-20
Mrz 19 31 2018-09-20
Apr 19 31.6 2018-09-20
Mai 19 31.9 2018-09-20
Jun 19 31.9 2018-09-20
Jul 19 32 2018-09-20
Aug 19 32.1 2018-09-20
Sep 19 32.2 2018-09-20
Okt 19 32.6 2018-09-20
Nov 19 32.7 2018-09-20
Dez 19 32.8 2018-09-20
Jan 20 32.9 2018-09-20
Feb 20 33 2018-09-20
Mrz 20 33.1 2018-09-20

* Berechnung nach: Methode Kieler Rohstoffwert, 4,0% F., 3,4% Eiw., ab Hof, o. MwSt.
Änd. = Änderung zu Vortag, OI = Open Interest (Anzahl der bestehenden Kontrakte)
Quelle: © ife Institut Kiel

Trend-Kurve

Was ist der Börsenmilchwert?

Der Kieler Börsenmilchwert (oder auch ife Börsenmilchwert) ist ein Zukunftswert für die Milch. Er gibt an, welchen Milchwert die Marktteilnehmer an der Milchterminbörse (EEX = European Energy Exchange) in Leipzig in den zukünftigen Monaten erwarten. Er gilt für eine Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß, ab Hof des Milcherzeugers, ohne Mehrwertsteuer, d.h. durchschnittliche Erfassungskosten vom Milcherzeuger bis zur Molkerei sind berücksichtigt. Berechnungsbasis sind die Warenterminkontraktpreise für Butter und Magermilchpulver an der EEX.

Das ife Institut Kiel erstellt täglich eine Tabelle mit den Vortageskursen der Terminkontrakte auf Butter und Magermilchpulver sowie jeweils des Open Interests (Anzahl der aktuell bestehenden Kontrakte). An der EEX sind laufend 18 Kontraktlaufzeiten verfügbar. Für alle 18 Kontraktwerte wird jeweils ein Rohstoffwert berechnet. Eine Berechnung kann jedoch nur erfolgen, wenn ein Preis sowohl bei Butter als auch bei Magermilchpulver ausgewiesen ist.

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Am Milchmarkt zeichneten sich im Verlauf der vergangenen Woche schwächere Tendenzen ab. Sowohl die

Kontraktspezifikation: EEX - Butter

Gehandelte Einheiten:

5 t.

Notierung:

EUR

Laufzeiten:

Januar, April, Juli, Oktober mit einer maximalen Laufzeit von 18 Monaten. Somit werden 6 aufeinanderfolgende Terminmonate angeboten.

Letzter Handelstag:

Der letzte Mittwoch des Verfallmonats

Lieferung/cash-settlement:

Index: EUREX Butter Index

Handelszeiten:

9:50 - 18:30 h, am letzten Handelstag bis 12.00 h

Besonderheiten:

Die Eurex hat den Handel ihrer Agrarindex-Futures-Kontrakte zum 08. Mai 2015 einstellt. Diese werden nun an der EEX ( European Energy Exchange, Leipzig) gehandelt.

Basiswissen: Milch - Butter
Milch - ein unentbehrliches Lebensmittel

ButterSeitdem die Menschheit sesshaft wurde, ist Tiermilch ein fester Bestandteil der menschlichen Ernährung. Die Menschen trinken die Milch einer Vielzahl von domestizierten Säugetieren. Je nach Region und kulturellen Hintergrund sind es Kühe, Ziegen, Schafe, Kamele, Rentiere, Büffel und Lamas. So verdirbt die Kamelmilch in der heißen Wüste deutlich langsamer als andere. Während in Indien aus religiösen Beweggründen die Hälfte der Milch von dem Wasserbüffel stammt, wird für die kommerzielle Produktion und Verbrauch überwiegende Kuhmilch eingesetzt.

Die gemolkene Milch, die Rohmilch, wird in mehreren Arbeitsschritten verarbeitet. Zuerst geht es durch die Zentrifuge um die ersten Inhaltsstoffe wie Fett und Eiweiß voneinander zu trennen. Indem anschließend die heiße Milch unter hohen Druck durch kleine Düsen gepresst wird, entsteht eine konsistente Textur. Man spricht dann von homogenisierter Milch. Durch Pasteurisierung wird Milch sterilisiert und haltbar gemacht. Die Milch wird dabei auf ca. 75 °C für 30 Sekunden erhitzt und pathogene Bakterien abgetötet. Die Milch bleibt dann bei 6°C für eine Woche haltbar.

Aus Milch wird eine beinahe unüberschaubare Palette von gesunden Nahrungsmitteln für die menschliche Ernährung hergestellt. Das sind unter anderem Käse (Hart-, Schnitt-, Schmelz-, Weich- und Frischkäse), Joghurts mit verschiedenen Fettgehalten, Puddings in allen Geschmacksrichtungen, Sahne, Sauerrahm, Creme frâiche, Sauermilch, Quark, Kondensmilch u.a.

Für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie und den Export wird die Milch, die einen Wasseranteil von ca. 87%  hat durch Verdampfung der wässrigen Bestandteile getrocknet und Milchpulver gewonnen. Milchpulver aus Vollmilch enthält etwa 25% Eiweiß und 26% Fett. Magermilchpulver, welches aus Magermilch gewonnen wurde hat naturgemäß geringere Gehalte. Molkenpulver wird aus der Molke gewonnen, ein Nebenprodukt der Käseherstellung.

Milchpulver wird später durch Zugabe von Wasser wieder verflüssigt und wird als Säuglingsnahrung, in Süß- und Backwaren aber auch zur Kälber- und Ferkelaufzucht verwendet.

Milchproduktion in Deutschland und Europa

Die Milch produzierende Industrie in Deutschland ist seit dem Zweiten Weltkrieg einen gewaltigen Strukturwandel unterworfen. Nach Zahlen des Milch Industrie Verband (MIV) ist die Zahl der Molkereien von 3401 Betrieben (19500 über 508 (1991) auf nunmehr 162 (2013) Unternehmen zurückgegangen.  Der Rückgang der Anzahl steht natürlich eine erhebliche Vergrößerung der Produktionskapazitäten gegenüber. So sind die angelieferten Mengen von 28,72 Mio. t in 1990 auf 30,3 Mio. t in 2013 angestiegen. Für 2014 wird geschätzt, dass 31,2 Mio. t angeliefert werden – das sind 97% der gesamten deutschen Kuhmilcherzeugung.

Der größte Teil der Milch in Deutschland wird nach Angaben des MIV zu Käse und Speisequark (47%) verarbeitet. Ein gutes Drittel wird von den Molkereien zu Frischmilcherzeugnissen (Trinkmilch und Joghurt u.a.) aufbereitet. Die restliche Milch dient der Butterproduktion und der Erzeugung von Dauermilcherzeugnissen (Mich- und Molkenpulver sowie Milcheiweißerzeugnisse).

In Deutschland wird 495 000 t Butter (2014) produziert.  Das ist ein Butterverbrauch von 6 kg pro Kopf. Der butterkonsum ist damit seit 1990 um 18% zurückgegangen.

In Europa wurden 2013 2,2 Mio t Butter erzeugt. Deutschland ist der größte Butterproduzent noch vor Frankreich mit 0,397 Mio. Tonnen. Deutlich dahinter folgen Großbritannien mit 0,145 Mio, die  Niederlande und Irland mit je 0,2 Mio. und Polen (0,16 Mio. t) sowie Dänemark (0,135 Mio.t).

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