Börsentelegramm KW 14 - Weizen: Mögliche Abwärtskorrektur der US-Anbaufläche stützt

topagrar Börsentelegramm vom 12.09.2019 14:06 Uhr von Stephanie Stöver-Cordes
Top Agrar

Börsentelegramm vom 01. April 2019

 

Weizen: Quartalsbestände höher als erwartet

In den letzten Tagen ging es mit den Weizenkursen an beiden Börsen wieder bergab. Der Mai-Kontrakt an der Matif rutschte auf 185,75 €/t und US-Weizen verbuchte in Chicago deutliche Verluste und landete bei 4,58 US-$/bu (149,77 €/t). Verantwortlich für die Schwäche vor dem Wochenende war die Schätzung der US-Quartalsbestände. Diese fielen mit 1.591 bn bu höher aus als im Vorfeld vermutet worden war. Zusätzlich sorgte das sehr schwache Umfeld für negative Impulse. Ohne stützende Neuigkeiten ist aktuell mit einer Trendwende kaum zu rechnen.

 

Mais: Deutlich schwächer

Vor dem Wochenende ging es mit den Maiskursen an der US-Börse deutlich abwärts. Der Frontmonat fiel um knapp 5% auf 3,57 US-$/bu (125,10 €/t) zurück. Davon beeinflusst notierte auch der EU-Mais an der Matif schwächer bei 168 €/t. Belastend wirkten zum einen die vom USDA erwartete große US-Anbaufläche von 92,6 Mio. acres. Zum anderen wurden auch die Quartalsbestände auf 8.6 bn bu geschätzt und überstiegen damit die Erwartungen der Marktteilnehmer. Die Überflutungsschäden im Mittelwesten wurden hierbei noch nicht berücksichtigt, sodass eine Korrektur der Ergebnisse noch denkbar ist.

 

Ölsaaten: Schwaches Umfeld belastet

Während der Raps an der Matif nur leicht schwächer bei 357,50 €/t notierte, verloren die Sojabohnen deutlicher und rutschten an der US-Börse auf 8,84 US-$/bu (289,08 €/t). Das schwache Umfeld, aber auch die hohen US-Quartalsbestände zum 1. März trübten die Stimmung deutlich ein. Dennoch wirkten eine Kauforder Chinas und die laufenden Verhandlungen zur Lösung der Handelskrise verlustbegrenzend. Sollte der Maisanbau aufgrund der Überflutungen in manchen US-Regionen nicht möglich sein, ist mit einer Ausweitung der Sojaflächen zu rechnen. Das würde weiteren Druck auf die Kurse ausüben.

 

Kartoffeln: Noch stabil

Die April-19-Kartoffeln schlossen am Freitag wieder mit einem Plus bei 28,90 €/dt und die Juni-Kartoffeln hielten sich stabil bei 30,20 €/dt. Eine geringe Nachfrage nach freier Ware trifft auf ein verhaltenes Angebot, sodass sich die Kurse weitgehend stabil halten. Es ist jedoch mit leicht schwächere Tendenzen zu rechnen, falls sich die frühlingshaften Temperaturen halten. Das schürt die Hoffnung auf eine zügige Entwicklung der frühen Bestände. Sobald sich jedoch problematische Wetterlagen ergeben, wären erneut leichte Kursgewinne denkbar.

 

Milch: Stützende Impulse fehlen

Bei hohen Umsätzen gaben die Magermilchpulver-Kontrakte deutlich nach, sodass der neue Frontmonat auf auf 1.908 €/t fiel. April-Butter tendierte ebenfalls schwächer und schloss bei 4.279 €/t. Aktuell fehlt es an positiven Neuigkeiten. Während sich die Nachfrage nach Magermilchpulver weiter beruhigt, belastet die erneute Senkung des LEH-Preises die Stimmung am Buttermarkt. Doch gerade daraus könnte sich ein Anstieg der Nachfrage ergeben, der eine Stabilisierung der Kurse mit sich bringen kann.

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Umrechnungskurs: 1 € = 1,1235 USD   
1 US bushel corn = 25,4012 kg
1 US bushel wheat = 27,2155 kg          
1 US bushel soybean = 27, 2155 kg     
1 US cwt = 45,36 kg (Lebendgewicht, Anm.)     
1 acre = 0,4047 ha

 

 

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