Börsentelegramm KW 15 - Weizen: Höhere Endbestände prognostiziert

topagrar Börsentelegramm vom 12.09.2019 14:07 Uhr von Stephanie Stöver-Cordes
Top Agrar

Börsentelegramm vom 08. April 2019

 

Weizen: Höhere Endbestände prognostiziert

Am Freitag pendelten die Weizenkurse wieder zurück. Mai-Weizen an der Matif gab auf 189,25 €/t nach und in Chicago fiel der Frontmonat auf 4,68 US-$/bu (153,07 €/t). Aufgrund des schleppenden Exportgeschäftes werden sowohl in den USA als auch global höhere Endbestände erwartet. Das führte zu drückenden Impulsen. Am Dienstag wird der Bericht des US-Agrarministeriums veröffentlicht. Sollten die Bestände die Prognosen noch übersteigen, sind weiterhin schwächere Tendenzen denkbar.

 

Mais: Sorge um Konflikt mit Mexiko

In Chicago tendierte der Mais-Kontrakt schwächer und rutschte auf 3,63 US-$/bu (127,23 €/t). Dagegen schloss der Juni-Mais an der Matif mit einem leichten Plus bei 170,25 EUR/t. Die Sorge um eine Schließung der mexikanischen Grenzen und den möglichen Folgen für die US-Maisexporte führten am Freitag an der US-Börse zu Verlusten. Sollte das USDA zusätzlich noch die Endbestände im monatlichen Bericht nach oben korrigieren, könnte der Abwärtstrend anhalten.

 

Ölsaaten: Drückende Argumente

Mai-Bohnen schwächelten an der CBoT vor dem Wochenende und fielen unter die 9-Dollar-Marke auf 8,99 US-$/bu (294,04 €/t). Beeinflusst von diesen schwachen Vorgaben gab der Rapskontrakt an der Börse in Paris ebenfalls nach und schloss bei 361,50 €/t. Trotz positiver Tendenzen wurde der Handelskrieg zwischen den USA und China immer noch nicht beendet. Gleichzeitig wächst in Südamerika eine große Ernte heran. Sollte darüber hinaus die US-Anbaufläche aufgrund der Witterungsprobleme noch ausgeweitet werden, ist mit schwächeren Kursen zu rechnen.

 

Kartoffeln: Deutlich schwächer

Am Freitag rutschten die Kartoffelkurse an der EEX deutlich ins Minus. Der April-19-Kontrakt verbuchte ein Minus von über 6% und schloss bei 26,70 €/dt. Der Schlusskurs der Juni-Kartoffeln landete bei 28,90 €/dt. Ursache für die Abwärtsbewegung war die Senkung der belgischen Leitnotierung. Als Folge wurde eine Welle von Positionsglattstellungen ausgelöst. Sollten auch andere Notierungs-Kommissionen diesem Trend folgen, könnte sich die Abwärtstendenz fortsetzen.

 

Milch: Uneinheitliche Entwicklung

Magermilchpulver kletterte an der EEX leicht nach oben auf 1.934 €/t. Butter fiel auf 4.283 €/t. Die Butterkontrakte leiden unter der schwachen Stimmung am Kassamarkt. Während auf der globalen Ebene ein Anstieg des Butterpreises zu verzeichnen war, ist in Deutschland die untere Spanne bei der geformten Ware bereits unter die 4-Euro-Marke gerutscht. Gleichzeitig fielen die Preise im Einzelhandel. Sollten nun die Preise für Frischeprodukte ebenfalls sinken, könnte das die Erzeugerpreise belasten.

 

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Umrechnungskurs: 1 € = 1,1233 USD   
1 US bushel corn = 25,4012 kg
1 US bushel wheat = 27,2155 kg          
1 US bushel soybean = 27, 2155 kg     
1 US cwt = 45,36 kg (Lebendgewicht, Anm.)     
1 acre = 0,4047 ha

 

 

 

 

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