Börsentelegramm KW 31 - Weizen: Deutliches Minus durch technisch bedingte Verkäufe

topagrar Börsentelegramm vom 23.09.2019 15:21 Uhr von Stephanie Stöver-Cordes
Top Agrar

Börsentelegramm vom 01. August 2019

 

Weizen: Deutliches Minus durch technisch bedingte Verkäufe

Zur Mitte der Woche präsentierten sich die Weizenkurse an beiden Börsen deutlich schwächer. An der Matif fiel der Frontmonat um 1,3% auf 174,75 €/t. US-Weizen rutschte auf 4,87 US-$/bu (160,45 €/t) zurück. Technisch bedingte Verkäufe zum Monatswechsel sowie die moderate Zinssenkung der US-Notenbank, die für Unruhe in den Märkten sorgte, belasteten die Kursentwicklung. Auch wenn der Deutsche Bauernverband die Erntemenge ein weiteres Mal nach unten korrigierte, könnte die besseren Erträge in Frankreich und der Ukraine einem Preisaufschwung entgegenwirken.

 

Mais: Verbesserter Zustand drückt Kursentwicklung

Die Maiskurse tendierten zum Monatswechsel schwächer. August-Mais an der Matif fiel mit 170 auf den tiefsten Stand seit Ende Mai. An der CBoT gab der Frontmonat auf 4 US-$/bu (141,23 €/t) nach. Der Anstieg des US-Dollars nach der Zinssenkung der FED auf den höchsten Stand seit zwei Jahren sowie der verbesserte Zustand der US-Maisbestände setzten die Kurse unter Druck. Falls im kommenden USDA-Bericht keine Abwärtskorrektur der Erntefläche erfolgen sollte, werden die schwächeren Tendenzen anhalten.

 

Ölsaaten: Krisengespräche ohne Ergebnis

August-Raps verlor an seinem letzten Handelstag deutlich und schloss bei 369,50 €/t. Die US-Bohnen sanken an der CBoT auf 8,64 US-$/bu (284,67 €/t). Ein weiteres Mal sind die Gespräche zwischen den USA und China zur Lösung der Handelskrise erfolglos verlaufen. Das sorgte für Enttäuschung unter den Marktteilnehmern, die auf einen Anstieg der US-Exporte gehofft hatten. Zudem greift die Sorge um die Ausbreitung der ASP in China um sich, die den Bedarf weiter einschränken könnte. Das erschwert den Kursen den Weg nach oben.

 

Kartoffeln: Milderes Wetter belastet auf die Stimmung

Innerhalb einer Woche verloren die April-20-Kartoffeln an der EEX 5,40 €/dt und fielen auf einen Schlusskurs von 15,40 €/dt zurück. Der November-19-Kontrakt hielt sich zuletzt stabil und notierte bei 14,30 €/dt. Die Temperaturen haben sich normalisiert und regional erfreuten sich die Bestände über Regen. Damit steigt die Erwartung vor einer doch noch guten Entwicklung der Pflanzen, die im Zusammenhang mit einer größeren Anbaufläche den Markt bedienen könnten. Sollte sich die aktuelle Wetterlage mit sporadischen Niederschlägen halten, sind kurzfristig keine Wetterfantasien zu erwarten.

 

Milch: Keine Erholung der Butterkurse

Magermilchpulver für Juli hielt sich an der EEX weiterhin stabil und schloss bei 2.092 €/t. Der Butter-Kontrakt gab dagegen wieder nach und rutschte auf 3.600 €/t zurück. Diese Kurse galten für die Juli-Kontrakte als Abrechnungspreise für die offenen Positionen an der Leipziger Börse. Während beim Magermilchpulver selbst in der Ferienzeit immer wieder Abschlüsse getätigt werden, zeigte sich insbesondere bei der Blockbutter eine abwartende Haltung der Einkäufer. Das spiegelt sich auch im aktuellen Kieler Rohstoffwert wider, der für Juli auf 30,4 ct/kg zurückgenommen worden ist. Momentan fehlt es an Impulsen, die eine Trendwende hervorrufen könnten.

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Umrechnungskurs: 1 € = 1,1151 USD   
1 US bushel corn = 25,4012 kg
1 US bushel wheat = 27,2155 kg          
1 US bushel soybean = 27, 2155 kg     
1 US cwt = 45,36 kg (Lebendgewicht, Anm.)     
1 acre = 0,4047 ha

 

 

 

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