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Börsentelegramm KW 29 - Weizen: Endbestände deutlich reduziert

Artikel vom  23.09.2019 15:15 Uhr von Stephanie Stöver-Cordes
Top Agrar

Börsentelegramm vom 15. Juli 2019

 

Weizen: Endbestände deutlich reduziert

Die Weizenpreise konnten vor dem Wochenende wieder zulegen. An der MATiF ging der Fronmonat bei 178,25 €/t aus dem Handel, an der CBoT bei 5,23 US-$/bu (170,44 €/t). Die Impulse wurden durch den monatlichen Bericht des US-Agrarministeriums ausgelöst. Dabei wurden die globalen Endbestände um ordentliche 8 Mio. t nach unten angepasst. Neben den USA wurden auch die Endbestände in Kanada, Australien und der EU geringer eingeschätzt. Dabei wurden die US-Erträge sogar um 1,3 bpa auf 50,0 bpa angehoben, was aber durch höhere Exportprognosen wieder aufgehoben wurde. Mit dieser neuen Schätzung entsteht Anstiegspotenzial, die Bewegung beim Mais sollte allerdings nicht außer Acht gelassen werden.

 

Mais: aufwärts trotz höherer Endbestände

MATiF-Mais handelte vor dem Wochenende seitwärtsgerichtet bei 178,00 €/t, an der CBoT konnten teils ordentliche Aufschläge erzielt werden mit einem Schlusskurs von 4,54 US-$/bu (158,52 €/t). Nach den jüngsten Zahlen aus den USA ist diese Bewegung alles andere als selbstverständlich. Immerhin wurden die globalen Endbestandserwartungen um deutliche 8 Mio. t angehoben. Bei gleichbleibenden Ertragserwartungen hatte die größere Anbauflächenschätzung aus dem Quartalsbericht von Ende Juni maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung. Die Richtigkeit der Anbaufläche wird allerdings nach wie vor von einigen Marktteilnehmern bezweifelt.

 

Ölsaaten: US-Anbaufläche deutlich höher

Die Ölsaaten entwickelten sich in den letzten Tagen freundlich, mit Raps bei 370,25 €/t und Sojabohnen bei 9,19 US-$/bu (299,49 €/t). Vor allem für die Bohnen haben die USDA-Zahlen maßgeblichen Anteil an der positiven Tendenz. Wie beim Mais ist diese zum Großteil auf die höhere US-Anbauflächenschätzung zurückzuführen, die zuletzt um 4,6 Mio. acres ausgedehnt wurde. Raps wurde zuletzt von der Nachricht unterstützt, dass die ukrainischen Erntemengen und damit Exportmöglichkeiten doch geringer ausfallen als zunächst erwartet.

 

Kartoffeln: schwerpunktmäßig um 15,50€/dt

Auf die Kursabgaben am Montag folgte beim April20-Kontrakt der EEX-Kartoffeln eine stabile Bewegung auf dem erreichten Niveau bei 15,50€/dt. Die komplette Woche wurde in einer Spanne zwischen 14,60€/dt und 16,20€/dt gehandelt, schwerpunktmäßig um 15,50€/dt. Die Woche war geprägt von unterschiedlichen Wetterprognosen mit wechselnden Niederschlagserwartungen. Am Donnerstag und Freitag regnete es in den meisten Regionen Deutschlands, allerdings fielen die Menge sehr unterschiedlich aus. In den kommenden Tagen bleiben die Kurse nach wie vor vom Wetter abhängig.

 

Milch: uneinheitliches Bild

Während sich Magermilchpulver auch in der letzten Woche bei 2.085 €/t stabilisieren konnte, wurde Butter an der EEX erneut billiger und fiel bis 3.688 €/t. Ähnliches zeigen die Indizes der Börse. Dort konnte sich Magermilchpulver ebenfalls behaupten während Butter ein Minus verzeichnete. Bei der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse e.V. Kempten sind in der kommenden Woche keine Aufschläge zu erwarten. Bei unveränderten Spannen lauteten die Tendenzen uneinheitlich, abwartend und ruhig.

 

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Umrechnungskurs: 1 € = 1,1275 USD   
1 US bushel corn = 25,4012 kg
1 US bushel wheat = 27,2155 kg          
1 US bushel soybean = 27, 2155 kg     
1 US cwt = 45,36 kg (Lebendgewicht, Anm.)     
1 acre = 0,4047 ha

 

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