WASDE-Report August 2026: Kürzungen bei Erträgen in den USA
Das USDA überraschte den Markt mit den Ernteprognosen für Mais und Sojabohnen in den USA. Beim Weizen wurde auf die Lage am Schwarzen Meer reagiert.
Weizen
Das USDA nahm im WASDE-Report geringfügige Änderungen bei der globalen Weizenbilanz vor. Die Anfangsbestände für die Saison 2026/27 wurden leicht angehoben, was dazu führt, dass auch bei den Endbeständen eine Korrektur nach oben erfolgte. Diese fiel mit 410.000 Tonnen auf 273,25 Millionen Tonnen allerdings minimal aus. Analysten hatten dagegen mit einer leichten Senkung auf durchschnittlich 271,77 Millionen Tonnen gerechnet.
Bei den Ernteprognosen gab es ebenfalls Veränderungen: Die globale Ernte wird nun bei 819,3 Millionen Tonnen gesehen, das sind 670.000 Tonnen weniger als im Juli-Bericht. Angehoben wurde die Produktionsprognose für Kanada von 34 auf 35 Millionen Tonnen und für die Ukraine von 24 auf 24,5 Millionen Tonnen. Die EU-Weizenernte kürzte das USDA dagegen von 136 auf 134,2 Millionen Tonnen. Gekürzt wurde auch die Ernteprognose für das Vereinigte Königreich, von 13,5 auf 12 Millionen Tonnen. Die Prognose für die US-Ernte wurde nur minimal und weniger stark als erwartet gekürzt, von 41,81 auf 41,66 Millionen Tonnen.
Das USDA reagierte zudem auf die Lage am Schwarzen Meer und kürzte die Exportprognose für Russland von 47,5 auf 46 Millionen Tonnen, wobei die Produktionsprognose unverändert bei 88,5 Millionen Tonnen belassen wurde. Die Exportprognose für die Ukraine wurde von 14,5 auf 13,5 Millionen Tonnen reduziert.
Die Prognose für die US-Ernte wurde nur minimal gekürzt, von 41,81 auf 41,66 Millionen Tonnen. Bein Ertrag gab es einen kleinen Snchitt von 47,9 auf 47,8 Bushel je Acres.
Mais
Mit Spannung erwartet wurde beim Mais die Ernteschätzung für die USA. Sie wurde minimal angehoben, von 16,0 auf 16,013 Milliarden Bushel. US-Landwirte werden damit in diesem Herbst die zweitgrößte Maisernte seit Beginn der Aufzeichnungen einfahren, Die Kürzung des Maisertrags von 183,0 Bushel pro Acre auf 180,7 Bushel pro Acre wurde durch eine Erhöhung der Erntefläche von 87,4 Millionen Acres auf 88,6 Millionen Acres mehr als ausgeglichen. Die Prognose für die US-Maisendbestände 2026/27 kürzte das USDA von 1,790 auf 1,653 Milliarden Bushel. Analysten hatten im Durchschnitt eine geringere Reduzierung auf 1,725 Milliarden Bushel erwartet.
Auf globaler Ebene wurde die Prognose für die brasilianische Maisernte 2025/26 um 2 Millionen Tonnen auf 140 Millionen Tonnen erhöht. Die Erntemenge für Argentinien sieht das USDA unverändert zum Juli bei 63 Millionen Tonnen. Die Prognose für die globale Produktion 2026/27 erhöhte das USDA um 1,8 Millionen Tonnen auf 1.298,9 Millionen Tonnen. Bei den globalen Endbeständen 2026/27 gab es eine leichte Korrektur nach unten um 600.000 Tonnen auf 274,66 Millionen Tonnen. Analysten hatten mit einer etwas stärkeren Kürzung gerechnet; insgesamt lagen die Zahlen für den Maismarkt aber im erwarteten Bereich.
Sojabohnen
Auch bei den Sojabohnen stand die Ernteschätzung für die USA im Mittelpunkt des Interesses. Das USDA hob die Prognose für die Produktion von 4,475 auf 4,519 Milliarden Bushel an. Analysten hatten im Durchschnitt mit einer Kürzung auf 4,472 Milliarden Bushel gerechnet. Den Sojabohnenertrag sieht das USDA in den USA nun bei 52,7 Bushel je Acres nach 53,0 Bushel he Acres im Juli. Die Erntefläche stieg von 84,8 auf 85,8 Millionen Acres. Bei den US-Sojabohnenendbeständen 2026/27 erfolgte eine leichte Anhebung um 10 Millionen Bushel auf 320 Millionen Bushel, während Analysten mit einer leichten Kürzung auf 304 Millionen Bushel gerechnet hatten.
Neu bewertet wurden vom USDA auch die Ernten 2025/26 in Brasilien und Argentinien. Für Brasilien wurde die Produktion um 0,5 Millionen Tonnen auf 180,5 Millionen Tonnen erhöht. Die Ernte in Argentinien sieht das USDA nun bei 49,5 Millionen Tonnen, das sind 0,5 Millionen Tonnen weniger als im Juni.
Der Blick auf die Saison 2026/27 zeigt in der globalen Bilanz nur geringfügige Anpassungen bei der Produktion, dem Verbrauch und den Endbeständen, die alle im Rahmen der Erwartungen lagen.
Globale Endbestände 2026/27 in Millionen Tonnen:
| Weizen | Mais |
Sojabohnen | |
|---|---|---|---|
Durchschnitt der Markterwartung |
271,77 |
273,77 |
124,24 |
| Obere Ende der Markterwartung | 274,10 |
277,00 |
125,90 |
Untere Ende der Markterwartung |
270,00 |
271,00 |
122,50 |
USDA Schätzung Juli 2026 |
272,84 |
275,26 |
124,17 |
USDA Schätzung August 2026 |
273,25 |
274,66 |
124,21 |
US-Endbestände 2025/26 in Milliarden Bushel:
Mais |
Sojabohnen | |
|---|---|---|
Durchschnitt der Markterwartung |
1,999 |
0,321 |
| Obere Ende der Markterwartung | 2,136 |
0,330 |
| Untere Ende der Markterwartung | 1,948 |
0,300 |
USDA Schätzung Juli 2026 |
2,020 |
0,330 |
USDA Schätzung August 2026 |
1,945 |
0,325 |
US-Endbestände 2026/27 in Milliarden Bushel:
| Weizen | Mais | Sojabohnen | |
|---|---|---|---|
Durchschnitt der Markterwartung |
0,715 |
1,725 |
0,304 |
| Obere Ende der Markterwartung | 0,750 |
1,986 |
0,387 |
| Untere Ende der Markterwartung | 0,692 |
1,600 |
0,250 |
USDA Schätzung Juli 2026 |
0,722 |
1,790 |
0,310 |
USDA Schätzung August 2026 |
0,717 |
1,653 |
0,320 |
USA 2026/27: Produktion in Milliarden Bushel
Weizen |
Mais |
Sojabohnen |
|
|---|---|---|---|
Durchschnitt der Markterwartung |
1,525 |
15,935 |
4,472 |
| Obere Ende der Markterwartung | 1,566 |
16,160 |
4,552 |
| Untere Ende der Markterwartung | 1,498 |
15,780 |
4,389 |
USDA Schätzung Juli 2026 |
1,536 |
16,000 |
4,475 |
USDA Schätzung August 2026 |
1,531 |
16,013 |
4,519 |