WASDE-Report Februar 2026: USDA kürzt Endbestände für Weizen und Mais leicht
Der WASDE-Report brachte wie erwartet keine großen Überraschungen. In der Weizenbilanz der EU gab es aber eine bemerkenswerte Verschiebung.
Die globale Weizenversorgung bleibt reichlich, da das USDA im Februar-WASDE nur minimale Veränderungen vornahm. Bei den Anfangsbeständen und der Produktion nahm das USDA geringfügige Kürzungen vor, während der Verbrauch leicht angehoben wurde. Die globalen Endbestände schrumpfen gegenüber der Januar-Prognose um 740.000 Tonnen auf 277,51 Millionen Tonnen, was im Jahresvergleich weiterhin ein deutlicher Anstieg von rund 18 Millionen Tonnen ist. Die EU-Endbestände 2025/26 schätzt das USDA auf 15,66 Millionen Tonnen, das sind 1,45 Millionen Tonnen mehr als im Januar. Die Analysten in Washington reagierten auch auf das schleppende Exportgeschäft in der EU und reduzierten die Prognose für Weizen-Lieferungen in Drittstaaten um 1 Million Tonnen auf 31,5 Millionen Tonnen.
Die Weizenproduktion Argentiniens steigt um 300.000 Tonnen auf einen Rekordwert von 27,8 Millionen Tonnen, dieser Anstieg wird jedoch durch die geringere Produktion in der Türkei und der Mongolei mehr als ausgeglichen. In den USA wurde der inländische Verbrauch leicht gesenkt, was zu einem Anstieg der Endbestände führt.
Beim Mais richtete sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Zahlen für die USA. Die Prognose für 2025/26 sieht für die USA höhere Exporte und niedrigere Endbestände vor. Die Exporte werden aufgrund der bisherigen Verkäufe und Lieferungen um 1,5 Millionen Tonnen auf 83,82 Millionen Tonnen erhöht. Dadurch sinken die Endbestände um 1,5 Millionen Tonnen auf 54,02 Millionen Tonnen. Die Ernteprognosen für Argentinien und Brasilien blieben unverändert. Bei den globalen Endbeständen gibt es eine Senkung um 2 Millionen Tonnen auf 288,98 Millionen Tonnen. Trotz einer globalen Rekordernte sinken die Vorräte im Jahresvergleich um rund 5,5 Millionen Tonnen.
Bei Sojabohnen reagierte das USDA nicht auf das schwache Exportgeschäft der USA. Die Bilanz für die USA blieb gegenüber dem Januar komplett unverändert. Die Ernteprognose für Brasilien wurde um 2 Millionen Tonnen auf 180 Millionen Tonnen angehoben, die für Argentinien blieb unverändert bei 48,50 Millionen Tonnen. Die weltweiten Endbestände an Sojabohnen werden aufgrund höherer Bestände in Brasilien um 1,1 Millionen Tonnen auf 125,5 Millionen Tonnen erhöht. Eine weitere bemerkenswerte Korrektur ist die höhere Palmölproduktion Malaysias für 2025/26, die um 0,5 Millionen Tonnen auf 20,2 Millionen Tonnen steigt.
Globale Endbestände 2025/26 in Millionen Tonnen:
| Weizen | Mais | Sojabohnen | |
|---|---|---|---|
Durchschnitt der Markterwartung |
278,24 |
290,48 |
125,30 |
| Obere Ende der Markterwartung | 279,00 |
293,10 |
127,00 |
Untere Ende der Markterwartung |
277,10 |
284,50 |
121,80 |
USDA Schätzung Januar 2026 |
278,25 |
290,91 |
124,41 |
USDA Schätzung Februar 2026 |
277,51 |
288,98 |
125,51 |
US-Endbestände 2025/26 in Milliarden Bushel:
| Weizen | Mais | Sojabohnen | |
|---|---|---|---|
Durchschnitt der Markterwartung |
0,918 |
2,227 |
0,347 |
| Obere Ende der Markterwartung | 0,926 |
2,315 |
0,375 |
| Untere Ende der Markterwartung | 0,879 |
2,177 |
0,265 |
USDA Schätzung Januar 2026 |
0,926 |
2.227 |
0,350 |
USDA Schätzung Februar 2026 |
0,931 |
2,127 |
0,350 |
Südamerikanische Produktion 2025/26 in Millionen Tonnen:
Schätzung USDA Januar 2026 |
Durchschnittliche Analystenerwartung | Oberes Ende der Analystenerwartungen | Unteres Ende der Analystenerwartungen | Schätzung USDA Februar 2026 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Soja (Argentinien) |
48,50 |
48,38 |
50,50 |
47,00 |
48,50 |
Mais (Argentinien) |
53,00 |
52,92 |
55,00 |
51,50 |
53,00 |
| Soja (Brasilien) | 178,00 |
179,39 |
181,60 |
178,00 |
180,00 |
| Mais (Brasilien) | 131,00 |
132,58 |
135,50 |
131,00 |
131,00 |