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WASDE-Report Juni 2026: Maisernte 2025/26 noch größer geschätzt

Artikel vom  10.06.2026 11:29 Uhr von Steffen Bach

Im aktuellen WASDE-Bericht hat das USDA die globale Maisernte 2025/26 deutlich nach oben korrigiert, während die Bilanzen für 2026/27 nur geringfügig angepasst wurden.

Für 2025/26 hebt das USDA die Maisproduktion in Indien, Brasilien, Argentinien und Paraguay an und senkt sie für Mexiko. Die globale Produktion steigt dadurch auf 1,327 Milliarden Tonnen – 14 Millionen Tonnen mehr als im Mai. Für 2026/27 setzt das USDA die globalen Anfangsbestände, die Produktion, den Verbrauch und die Endbestände nach oben. Die Anfangsbestände werden um 6,5 Millionen Tonnen auf 303,4 Millionen Tonnen angehoben. Die weltweite Produktion sieht das USDA nun bei 1,3 Milliarden Tonnen – fünf Millionen Tonnen mehr als im Mai. Auch der Verbrauch steigt: Er wird jetzt auf 1,323 Milliarden Tonnen geschätzt, acht Millionen Tonnen höher als noch vor einem Monat. Die Endbestände erhöhen sich auf 281 Millionen Tonnen – rund vier Millionen Tonnen mehr als im Mai, aber 22 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.

Bei den globalen Weizenbilanzen nimmt das USDA nur geringe Änderungen vor. Die weltweite Produktion wird um eine Million Tonnen auf 820 Millionen Tonnen angehoben. Leicht nach oben korrigiert werden zudem die Anfangsbestände für 2026/27 sowie der globale Verbrauch, der um 1,5 Millionen Tonnen auf 824,6 Millionen Tonnen steigt. Die Endbestände 2026/27 legen gegenüber dem Mai-Bericht nur geringfügig zu – um 400.000 Tonnen auf 275 Millionen Tonnen, weil die Türkei und Ägypten mehr Weizen in die Saison 2027/28 mitnehmen. Im Jahresvergleich entspricht das einem Rückgang um 4,5 Millionen Tonnen.

Auf Länderebene senkt das USDA die Produktionsschätzung für Australien um zwei Millionen Tonnen auf 28 Millionen Tonnen. Die russische Produktion hebt es dagegen von 86 auf 88 Millionen Tonnen an, die ukrainische von 23 auf 23,5 Millionen Tonnen. Für die Türkei wird ein Plus von 1,5 Millionen Tonnen auf den Rekordwert von 22,5 Millionen Tonnen erwartet. Für die EU bleibt die Schätzung unverändert bei 136 Millionen Tonnen. Für die USA rechnet das USDA nun mit 42 Millionen Tonnen – noch einmal 0,5 Millionen Tonnen weniger als im Mai und zugleich 12 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr.

Bei Sojabohnen nimmt das USDA für 2026/27 nur minimale Anpassungen vor. Für 2025/26 hebt es die argentinische Produktion um zwei Millionen Tonnen auf 50 Millionen Tonnen an, während die brasilianische Schätzung unverändert bei 180 Millionen Tonnen bleibt. Die globale Produktion steigt dadurch auf 429,2 Millionen Tonnen, die Endbestände 2025/26 legen minimal auf 125,5 Millionen Tonnen zu.

Globale Endbestände 2026/27 in Millionen Tonnen:

  Weizen

Mais

Sojabohnen

Durchschnitt der Markterwartung

274,66

278,51

125,28

Obere Ende der Markterwartung

276,80

281,00

127,00

Untere Ende der Markterwartung

272,30

275,00

124,00

USDA Schätzung Mai 2026

275,04

277,54

124,78

USDA Schätzung Juni 2026

275,42

281,22

124,88

US-Endbestände 2026/27 in Milliarden Bushel:

  Weizen Mais Sojabohnen

Durchschnitt der Markterwartung

0,765

1,947

0,312

Obere Ende der Markterwartung

0,804

2,119

0,342

Untere Ende der Markterwartung

0,740

1,847

0,293

USDA Schätzung Mai 2026

0,762

1,957

0,310

USDA Schätzung Juni 2026

0,744

1,960

0,310

Südamerikanische Produktion 2025/26 in Millionen Tonnen:

 

Schätzung USDA Mai 2026

Durchschnittliche Analystenerwartung Oberes Ende der Analystenerwartungen Unteres Ende der Analystenerwartungen

Schätzung USDA Juni 2026

Soja (Argentinien)

48,00

48,62

50,00

48,00

50,00

Mais (Argentinien)

59,00

61,11

63,00

60,00

61,00

Soja (Brasilien)

180,00

180,34

182,00

180,00

180,00

Mais (Brasilien)

135,00

135,70

137,00

134,00

138,00

Die wichtigsten Produktionsschätzungen 2026/27 in Millionen Tonnen:

(in Klammern Schätzungen aus dem Mai-WASDE. Alle Angaben ohne Gewähr)

  Weizen-Produktion Mais-Produktion Sojabohnen-Produktion
Welt

820,06 (819,06)

1.300,38 (1.295,38)

441,34 (441,54)

EU

136,00 (136,00)

57,50 (57,50)

 
China

141,00 (141,00)

307,00 (307,00)

21,00 (21,00)

USA

42,01 (42,49)

406,29 (406,29)

120,70 (120,70)

Indien

121,00 (121,00)

   
Russland

88,00 (86,00)

15,80 (15,80)

 
Kanada

35,00 (35,00)

14,50 (14,50)

 
Australien

28,00 (30,00)

   
Ukraine

23,50 (23,00)

30,00 (30,00)

 
Argentinien

21,00 (21,00)

55,00 (55,00)

50,00 (50,00)

Kasachstan

15,00 (15,00)

   
Brasilien

6,70 (6,70)

139,00 (139,00)

186,00 (186,00)

Südafrika  

16,50 (16,50)

 
Paraguay    

11,10 (11,10)

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