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Matif-Weizen

MATIF-Weizen

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Kursübersicht: Weizen
Kontrakt Letzter Veränd.
Sep 16 155,75 +1,75 +1,14%
Dez 16 162,00 +1,00 +0,62%
Mär 17 166,25 +1,25 +0,76%
Mai 17 168,50 +0,25 +0,15%
Sep 17 171,00 -0,75 -0,44%
Dez 17 173,00 -1,00 -0,57%
Mär 18 177,25 -0,75 -0,42%
Mai 18 180,00 -0,50 -0,28%
Sep 18 183,75 -1,25 -0,68%
Dez 18 182,75 -0,25 -0,14%
Mär 19 188,50 0,00 0,00%
Mai 19 185,75 0,00 0,00%
Kontraktgröße: 50 t  /  Währung: € / t
Kurszeit 30.08.16 23:00

Info - Dienste

30 Aug
Kartoffeln: Freundliche Stimmungslage

Am Kartoffelmarkt bestätigt sich die freundliche Stimmungslage, zumindest was die Preise angeht. Der

30 Aug
Schweine: Ein flottes Geschäft

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30 Aug
Weizen: Weiter im Abwärtstrend

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30 Aug
Soja: Schwaches Marktumfeld drückt

Beeinflusst von dem schwachen Marktumfeld fielen auch die Sojabohnen ins Minus. Es drückten aber

30 Aug
Mais: Gibt weiter nach

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29 Aug
Kartoffeln: Preisanstieg setzt sich fort

Am Terminmarkt für Kartoffeln setzte sich auch heute der Preisanstieg der jüngsten Vergangenheit

Kontraktspezifikation: MATIF-Weizen

Gehandelte Einheiten:

50 Tonnen Mahlweizen Ursprung: EU-Ware15% Feuchte, 76 kg/hl, 4% Bruchkorn, 2% Auswuchs, 2% Besatz, Zu-/Abschläge und ergänzende Anforderungen erfolgen im Einklang mit Incograin Nr. 23(Pariser Verträge)

Notierung:

€ je Tonne, Mindesttick 0,25 €

Laufzeiten:

September (U), Dezember (Z), Januar (F), März (H) und Mai (K).

Letzter Handelstag:

Der 10. Handelstag des Liefermonats

Lieferung/cash-settlement:

Physische Lieferung: Öffentliches Silo in Rouen

Handelszeiten:

10:45 Uhr bis 18:30 Uhr

Besonderheiten:

keine

Kontraktspezifikation: MATIF-Weizen als PDF
Basiswissen Weizen / Wheat
1. Botanik und Herkunft

weizenWeichweizen (Triticum aestivum) ist die unbespelzte Kulturform der hexploiden Weizenreihe und gehört zur Pflanzenfamilie der Süßgräser. Die bespelzte Variante ist der Dinkel (Triticum spelta). In die tetraploide Weizenreihe ist der Hartweizen (Triticum durum) einzuordnen. Ursprünglich stammen die Urformen des Weizen aus dem fruchtbarer Halbmond in Vorderasien. Archäologische Funde haben bereits eine Nutzung vor 8000 Jahren im Niltal nachgewiesen. Mittlerweile wird er weltweit zwischen dem 30. und 60. Breitengrad auf der nördlichen und zwischen dem 27. und 40. Breitengrad auf der südlichen Halbkugel angebaut. Winterweichweizen ist mit einem Hektarertrag von bis zu 100dt auf günstigen Standorten und ausreichender Wasserversorgung dem Sommerhartweizen deutlich überlegen. In Deutschland steht auf 98% der Anbaufläche Winterweizen.

2. Qualitätskriterien und Nutzung

Neben Reis ist Weizen die weltweit bedeutendste Getreideart für die menschliche Ernährung. Vor allem der Weichweizen wird zur Herstellung von Mehl, Back- und Teigwaren verwendet. Die wichtigsten Qualitätskriterien für Backweizen sind der Rohproteingehalt (12-14%), die Fallzahl (220-250s), der Sedimationswert (30-50ml) und die Volumenausbeute. Hartweizen eignet sich durch sein glasiges Korn vor allem zur Nudel- und Grießherstellung.

Je nach Preislage wird 40-60% des geernteten Weizens als energiereiches Futter in der Tierernährung eingesetzt und das Stroh zur Einstreu verwendet.

Weiterhin wird Weizen als Rohstoff in Brauereien und Whiskybrennereien zur Alkoholgewinnung und zur Stärkeproduktion eingesetzt. Für Brau- und Brennweizen sollte der Rohproteingehalt unter 11,5% liegen. Für die Stärkegewinnung ist die Glutenbildung wichtig.

3. Produktion und Handel

Die Weltweizenproduktion stieg im Wirtschaftsjahr 2013/14 um 8,5% an 715,1 Mio. Tonnen an und erreichte einen neuen Rekordwert. Die flächenmäßig größten Anbauländer sind lt. USDA Schätzungen dabei aber nicht immer die produktivsten:

 

Fläche

Produktion

Ertrag je ha

 

(Mio.ha)

(Mio. t)

(dt)

Indien

30,0

93,5

31,2

Europäische Union

25,7

144,3

56,1

Russland

24,0

52,1

21,7

China

24,1

121,9

50,6

USA

18,3

58,1

31,7

Australien

13,5

27,0

20,0

Kasachstan

13,0

16,5

12,7

Kanada

10,4

37,5

36,1

Ukraine

6,5

22,3

34,3

In Deutschland wurden zum Vergleich auf 3,1 Mio. Hektar Ackerfläche Weizen angebaut und dabei  24,9 Mio. Tonnen geerntet, was einen durchschnittlichen Ertrag von 79,8 dt/ha entsprach.

Die größten Weizenexporteure sind die USA und die Europäische Union mit 32,0 Mio. Tonnen gefolgt von Kanada mit 23,1 Mio. sowie Australien und Russland mit je 19,0 Mio. Tonnen. Diese Fünf sind somit für 75% des gesamten Welthandels von 166,0 Mio. t verantwortlich. Das Angebot übersteigt die Nachfrage (696,5 Mio. t), so dass sich die weltweiten Lagerbestände auf 192 Mill. Tonnen erhöht haben

4. Warenterminmärkte

Die weltweit größte Getreidebörse ist das Chicago Board of Trade (CBoT), welche von der Chicago Mercantile Exchange (CME Group) betrieben wird. Weitere wichtige internationale Handelsplätze für Weizenfutures und Optionen sind unter anderem die Minneapolis Grain Exchange (MGEX), die Sydney Futures Exchange (SFE), ICE Futures Kanada, der Multi Commodity Exchange of India (MCX) und die Zhengzhou Commodity Exchange (ZCE ).

Die europäischen Weizenproduzenten, sowie die Lebensmittel- und Verarbeitungsindustrie nutzen die MATIF (Marché à Terme International de Franc) zur Preisfindung. Auch nach der Übernahme durch Euronext bleibt die MATIF die bedeutendste Warenterminbörse für Weizen in Europa. Der MATIF-Weizen wird als Mahlweizen (Milling Wheat) in einer Kontraktgröße von 50t gehandelt und ist somit auch für kleinere Landwirte zur Preisabsicherung interessant.  

Der Kurs des MATIF-Weizen unterliegt wie die meisten Agrarrohstoffe deutlichen Schwankungen. Notierte der Kurs 2010 noch bei 115 Euro je Tonne erfolgte in den Jahren 2011 und 2013 ein kräftiger Anstieg fast 280 Euro je Tonne. In 2014 drückten die guten Ernten in Europa den Kurs zeitweise auf 150 Euro.

5. USDA Weltagrarversorgung und Nachfrageschätzung

Im folgenden finden Sie eine deutsche Übersetzung des USDA-Berichts zur Weltagrarversorgung und Nachfrageschätzung:

Dieser Bericht stellt die erste USDA-Bewertung der US- und Weltkulturen Angebots- und Nachfrageaussichten  sowie der US-Preise für 2015/16 dar. Ebenfalls werden Projektionen für US Vieh, Geflügel und Milchprodukte für das erste Kalenderjahr 2016 vorgestellt. Da in der nördlichen Hemisphäre das Frühjahr-Einpflanzen noch im Gange ist und in der südlichen Hemisphäre noch mehrere Monate entfernt liegt, sind diese Projektionen sehr vorläufig. Die Prognosen für den US-Winterweizen Fläche, Ertrag und Produktion sind vom 12. Mai Pflanzenbau-Bericht. Für andere US-Kulturen, wird der voraussichtliche Pflanzungen-Bericht für Anbauflächen verwendet. Die verwendeten Methoden, um die für 2015/2016 geernteten Anbauflächen und Erträge zu projizieren sind in jeder Tabelle angegeben.

Weizen:

Die US-Weizen-Vorräte für 2015/2016 wurden ausgehend von 2014/2015 um 6% nach oben projiziert. Die gesamte Weizenproduktion wird auf 2,087 Millionen Scheffel geschätzt, ein Anstieg von 3 Prozent. Der gesamte Weizenertrag wird auf 43.5 Büschel pro Acker  prognostiziert, was einem leichten Rückgang vom letzten Jahr bedeutet. Die Umfrage-basierten Prognosen für die gesamte Winterweizenproduktion 2015/2016 liegen 7% höher sowohl mit höheren Erträgen als auch größeren Ernteflächen. Ein Rückgang der Soft Red Winter  Weizen geernteter Bereich ist mehr als ausgeglichen durch einen erhöhten Hard Red Winter (HRW) Weizen geernteten Bereich. Der diesjährige HRW-Ertrag liegt über dem Tiefstkurs aus dem letzten Jahr, gleichwohl haben Dürre und Auswinterungsschäden die Ernte erneut negativ beeinträchtigt. Die weiße Winterweizen-Produktion wird 10% über dem Vorjahr vor allem auf höhere Erträge prognostiziert. Die Frühling-Weizenproduktion für 2015/2016 wird wahrscheinlich um 5% sinken.

Die gesamte US-Weizen Verwendung für 2015/2016 wird 4% höher prognostiziert als für das letzte Jahr für höhere Exporte, Futter- und Rest-Nutzung und die Verwendung von Lebensmitteln. Die Exporte werden für 2015/2016 auf 925 Millionen Scheffel prognostiziert. Dies sind ausgehend vom Vorjahrestief 65 Millionen Scheffel mehr. Gleichwohl liegt der Wert damit immer noch unter dem 5-Jahresdurchschnitt. Große Lieferungen in mehrere wichtige Konkurrenzländer begrenzen weiterhin die US-Exporte.

Die Futter- und Rest-Nutzung wird aufgrund erhöhter Lieferungen auf 20 Millionen Scheffel prognostiziert. Die US-Endbestände werden voraussichtlich um 84 Millionen Scheffel auf 793 Millionen Scheffel steigen. Dies entspricht dem höchsten Wert seit dem Erntejahr 2010/2011.    

Der Gesamtweizen durchschnittlicher Saison-Ladenpreis wird auf 2,50$ bis 5,50$ pro Scheffel prognostiziert. Die globalen Weizen Lieferungen werden voraussichtlich geringfügig von 2014/2015 ansteigen, da erhöhte Anfangsbestände vom Vorjahrsrekord einen leichten Rückgang in der Produktion  mehr als ausgleichen.

Die Gesamtweizenproduktion wird auf 718,9 Millionen Tonnen geschätzt. Die Auslandsproduktion ist um 9,2 Millionen Tonnen gesunken, aufgrund von Reduktionen in der EU, in Indien und in der Ukraine. Für China, Türkei, Marokko, Australien, Iran und Syrien gibt es mehr als ausgeglichene Erhöhungen. Der globale Weizenverbrauch wird für 2015/2016 voraussichtlich leicht höher sein als in 2014/2015. Ein höherer Lebensmittelverbrauch wird eine Verringerung der Weltweizenfütterung wahrscheinlich mehr als kompensieren.

Die globale Importnachfrage ist für 2015/2016 niedriger. Die größten Rückgänge werden aufgrund stark verbesserter Ernteaussichten aus der Türkei, dem Iran und Marokko erwartet.

Die Exporte sind niedriger für Kanada, Indien, EU, Russland und die Ukraine. Für Argentinien und Australien sind die Exporte hingegen höher. Die globalen Endbestände werden für 2015/2016 auf 203,3 Millionen Tonnen prognostiziert, was ein Plus von 2,5 Millionen gegenüber 2014/2015 bedeuten würde.

UPDATE WEIZEN 23.11.2015

Die Prognose besagen, dass die US Exporte für 2015/2016 um 50 Mio Bushels geringer sind und damit ca. 800 Mio Bushels exportiert werden. Die Endbestände werden gleichbleibend auf 911 Mio Bushels geschätzt. Dies würden die niedrigsten Exporte seit 1971/1972 sein. Gleichzeitig  erreichen die Lagerbestände seit 2009/2010 neue Rekordwerte. Sinkende Wettbewerbsfähigkeit der US Produktion und der starke US Dollar sind die Hauptgründe für fallende Exportzahlen. Die Preisspanne für die Saison 2015/2016 wird derzeit auf 4,8 USD bis 5,2 USD geschätzt.

Die Prognose für das globale Weizenangebot 2015/2016 liegt bei 733,0 Mio t. und stellt damit den dritten Hochpunkt in Folge dar. Zuletzt wurde die Prognose um 0,2 Mio. t reduziert. Die Ursache dafür ist ein geringerer Anfangslagerbestand, welcher teilweise durch einen Produktionsmengenanstieg egalisiert wird. In der EU wird ein Produktionsanstieg in Höhe von 2,0 Mio. t erwartet, während Australien und Russland die Produktion um 1,0 Mio. t beziehungsweise 0,5 Mio. t kürzen. Die Veränderung in Australien reflektiert den trockenen und heißen Oktober, welcher das Ertragspotential stark reduziert.

Die Exportprognose der Nicht US-Staaten für 2015/2016 wurde um 2,1 Mio. t erhöht, maßgeblich durch den  Anstieg in Canada in Höhe von 1,0 Mio. t. Für Brasilien und die EU werden Exporte um jeweils 0,5 Mio. t. höher eingeschätzt. In Australien wird eine Minderung in Höhe von 1,0 Mio. t erwartet. Der weltweite Export wird um 0,2 Mio. t niedriger geschätzt, maßgeblich begründet durch eine Exportreduktion von 1,2 Mio. t der USA. Der globale Weizenkonsum ist um 1,0 Mio. t Weizen gestiegen, angeführt von China. Die derzeitigen Lagerendbestände sind um 1,2 Mio. t gesunken, aber sind weiterhin mit 227,3 Mio. t auf Rekordniveau. 

  15/16 14/15
Welt  160,6 164,5
Exporteure  
USA 23,1 23,2
Canada 19 24,1
Argentinien 5 5,5
Australien 19 16,7
Russland 23,5 22,8
Ukraine 15 11,3
Kasachstan 6,5 5,5
EU-28 33 35,4
Indien 0,5 3,4
Importeure  
Brasilien 6,7 5,6
Mexiko 4,4 4,4
Südkorea 4,2 3,9
Japan 5,8 5,9
Indonesien 7,8 7,5
Irak 3,2 2,3
Ägypten 11,5 11,1
Marokko 2,8 4,1
Algerien 7,7 7,3
EU-28 6 6
China 2,5 1,9

Alle Angaben ohne Gewähr! Wir übernehmen keine Haftung für mögliche Übersetzungsfehler, deshalb vergleichen Sie die angegebenen Daten im Zweifel bitte mit den Daten aus der englischen Originalversion, die unter folgendem Link gefunden werden kann: http://www.usda.gov/oce/commodity/wasde/latest.pdf

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