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CBot-Sojabohnen - aktuelle Soja / Sojabohnenpreise | Sojakurse | Sojachart

CBoT-Sojabohnen

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Aktuelle Berichte
23 Feb
Schweine: Angebot weiter flott nachgefragt

Auch Zum Wochenausklang wird das zur Verfügung stehende Angebot an lebenden Schweine flott  und

23 Feb
Kartoffeln: Hohes Ernte-Ergebnis in Frankreich noch mal bestätigt

Frankreich hat sein endgültiges Ernte-Ergebnis, laut dem dortigen Statistikamt (agreste) noch mal

23 Feb
Milchmarkt: Aufschwung schon wieder vorbei?

Die Butter konnte den neuen Aufschwung nicht umfassend fortführen. Insbesondere die Kontraktmonate

23 Feb
Weizen: Wieder im grünen Bereich

Am Weizenmarkt hellte sich die Stimmung am Donnerstag wieder auf. An der Matif kletterte der

23 Feb
Ölsaaten: Leichte Korrektur

Februrar-Raps konnte die Gewinne vom Vortag nicht halten und gab auf 343,50 EUR/t nach. Desgleichen

23 Feb
Mais: Stützende Prognosen vom IGC

Für die Maiskurse ging es wieder ein Stückchen bergauf. Matif-Mais schloss bei 153,25 EUR/t und der

Kontraktspezifikation: CBoT Sojabohne / Soybeans

Gehandelte Einheiten:

5.000 bushel / 136 Tonnen Sojabohne (1 bushel = 1 Scheffel Sojabohne = 27,2155 kg) Nr. 2 Yellow und vergleichbare Qualitäten

Notierung:

US-Cent (USc) 0,25 pro bushel bzw. USD 12,50 pro Kontrakt

Laufzeiten:

Januar (F), März (H), Mai (K), Juli (N), August (Q), September (U) und November (X)


Letzter Handelstag:

Handelstag vor dem 15. Kalendertag des Liefermonats

Lieferung/cash-settlement:

Physische Lieferung

Handelszeiten Chicago Time (CT):

Sonntag bis Freitag von 18:00 bis 07:15 Uhr und 09:30 Uhr bis 13:15 Chicago Time (CT)

Handelszeiten Deutschland (GTM+1):

02:00 bis 14:45 Uhr elektronische Handel 15:00 bis 15:30 Pause, 15:30 bis 16:30 elektronische Handel und 16:30 bis 20:15 Parketthandel und elektronische Handel

Besonderheiten:

keine

Basiswissen Sojabohne / Soybeans
Sojabohnen
1. Botanik und Herkunft

Die Sojabohne (Glycine max) gehört zu der Pflanzenfamilie der Leguminosen (Hülsenfrüchte). Wie alle Hülsenfrüchte ist sie in der Lage durch eine Symbiose mit Rhizobiumbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden und in der Biomasse zu speichern. Nach der Ernte stehen für die Folgefrucht dann durchschnittlich 100 kg/ha Stickstoff im Boden zur Verfügung.

Soja ist einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits vor 5000 Jahren wurde sie in China intensiv kultiviert. In der westlichen Welt begann die Nutzung erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ist mittlerweile in den USA und Südamerika zu der bedeutendsten Fruchtart geworden. Aufgrund der epigäischen Keimung ist die Sojabohne sehr frostempfindlich und wird daher erst im Frühjahr gesät und im September bis Oktober geerntet. Während in Deutschland bei einem Durchschnittsertrag von ca. 30 dt/ha der Anbau kaum lohnt, ist es an geeigneten Standorten in den USA möglich bis 100 dt/ha zu ernten. Die Hauptanbaugebiete in  USA sind im Mittleren Westen und entlang des südlichen Mississippi konzentriert.

2. Qualitätskriterien und Nutzung

Die Samen der Sojabohne bestehen aus 22% Rohfett und 39% Rohprotein. Damit ergeben sich zwei grundsätzlich Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen zur Ölgewinnung und zum anderen zur Generierung eines proteinreichen Nahrungs- bzw. Futtermittel.

Beim Weltverbrauch von Ölen und Fetten liegt Sojaöl mit 56% deutlich an erster Stelle vor Raps (11%), Baumwollsaat (11%), Sonnenblume und Erdnuss (je 7%).

Im Nahrungsmittelbereich wird aus den Sojabohnen Milchersatzprodukte wie Babynahrung, Soja-Joghurt, Soja-Käse und Sojanussbutter gewonnen. Vegetarier schätzen die aus Soja gewonnen vielfältigen Tofuprodukte als Fleischalternative. In der asiatischen Küche werden die Sojasprossen oder die ganzen Bohnen zu Mahlzeiten verarbeitet und mit Sojasauce gewürzt. Sojaöl wird zum Kochen und Backen verwendet werden.

Bei der Verarbeitung der Bohnen fällt Sojamehl bzw. –schrot mit einem Proteingehalt von 44% oder 48% an. Damit ist es ein hochwertiges Eiweißkonzentrat für die Rinder-, Schweine- und Geflügelmast.

3. Produktion und Handel

Nach Schätzungen der FAO und USDA wurden 2014 weltweit auf 113,2 Mio. Hektar Soja angebaut und damit eine Rekordernte von 287,5 Mio. t (+7,2%) eingefahren. Damit hat sich die Erzeugung von Soja seit dem Jahr 1990 (108,5 Mio. t) mehr als verdoppelt. Verantwortlich hierfür sind die vor allem die Produktionsausweitungen Brasilien und die USA. Hatten beide Länder 1990 noch 72,3 Mio. Soja geerntet, waren es 2014 bereits 178,1 Mio. t.

Die USA bleiben weiterhin mit einem Marktanteil von 31,5 % der größten Sojaproduzenten in der Welt. Auf dem zweiten Platz rangiert Brasilien mit 30,4%, gefolgt vor Argentinien (18,8%), China (4,2%) und Indien (4,1%).  

In den Welthandel gelangen zwei Fünftel der Weltproduktion. Den Löwenanteil des Exports wird dabei von Brasilien (46,5 Mio. t) und den USA (44,8 Mio. t) getragen. Die größten Importeure sind China (69,0 Mio) und die Europäische Union (12,7 Mio. t).

In den USA werden auf ca. 31,0 Mio. ha Soja angebaut und dabei mehr als 90 Mio. Tonnen geerntet.

4. Warenterminmärkte

Der Primärmarkt für Sojabohnen-Futures und Optionen ist an die Chicago Board of Trade (CBoT), eine von der Chicago Mercantile Exchange (CME) Gruppe betrieben wird.

Der Sojabohnenkontrakt der CBoT umfasst die Lieferung von 5.000 Scheffel gelbe Sojabohnen Nr. 2. Dieser Future ist maßgeblich für den Preis die verschiedenen Lieferqualitäten.  Gelbe Sojabohnen Nr.1 werden mit Aufschlag und Sojabohnen Nr. 3 mit einem Abschlag von jeweils sechs US-Cent bezahlt.

Weitere wichtige Terminmärkte für Soja sind der  Bolsa de Mercadorias & Futuros in Brasilien, der Mercado de Termino in Argentinen, die Kansai-Commodities Exchange in Japan und die Zhengzhou Commodity Exchange in China.

Der Kurs der Sojabohnen unterliegt je nach Witterung in den Anbaugebieten, den prognostizierten und tatsächlichen Erntemengen, der Nachfrage nach Eiweißfutter insbesondere in China und dem Ablauf des Transports hin zu den Verschiffungshäfen.

So schwankte der Sojapreis an der CBot in den letzten 5 Jahren zwischen 1770 US-Cent in  der Spitze (2012)  und fast 900 US-Cent in den Tiefs (2010+2014).

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