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Flüssigmilchpreis EEX/EUREX - aktueller Flüssig-Milchpreis | Rohmilch

Flüssigmilch (EEX) Flüssigmilch-Preis in Echtzeit

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Trend-Kurve Flüssigmilch-Preis

Was ist die Trend-Kurve?

Die Trend-Kurve zeigt an, wie die Marktteilnehmer die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Kurses für den entsprechenden Rohstoff einschätzen. Sie besteht aus den Schlusskursen aller handelbaren Kontrakte des Rohstoffes und beginnt links mit dem Frontmonat. Im weiteren Verlauf nach rechts werden die Schlusskurse der zeitlich folgenden Kontrakte abgebildet. Mit dieser Sichtweise wird der Blick ein wenig in die Zukunft gerichtet.

Sind die Kurse der späteren Fälligkeiten höher als der Frontmonat, spricht man von Contango. Nehmen die Kurse der späteren Fälligkeiten im Vergleich zum Frontmonat ab, spricht man von Backwardation.

Kontraktspezifikation: Flüssigmilch (EEX)

Futures auf Flüssigmilch

Produkt-ID

FALM

Produkt-ISN

DE000 A2G9 892

Basiswert

EEX European Liquid Milk lndex

Kontraktgröße/Notierung

25.000 Kilogramm

Denominierung

EUR

Preisermittlung und minimale Preisveränderung

Preis in EUR je 100 Kilogramm, minimale Preisveränderung beträgt 0,01 EUR pro 100 Kilogramm.

Fälligkeiten

An der EEX können maximal folgende Fälligkeiten gehandelt werden: Die Fälligkeiten des aktuellen Monats und der nächsten 18 aufeinander folgenden Kalendermonate.

Handelszeiten

8:45 - 18:00 Uhr MEZ; letzter Handelstag bis 12:00 Uhr MEZ

Letzter Handelstag

Der 12. Kalendertag des jeweiligen Fälligkeitsmonats (falls kein Börsentag, ist der letzte Handelstag der darauffolgende Börsentag)

Erfüllung

Barausgleich, Differenz zwischen dem Schlussabrechnungspreis und dem Abrechnungspreis des Börsenvortages

Schlussabrechnungspreis

Stand des jeweils maßgeblichen Index am letzten Handelstag 13:00 Uhr MEZ 

 

 

Basiswissen: Milch - Butter
Milch - ein unentbehrliches Lebensmittel

ButterSeitdem die Menschheit sesshaft wurde, ist Tiermilch ein fester Bestandteil der menschlichen Ernährung. Die Menschen trinken die Milch einer Vielzahl von domestizierten Säugetieren. Je nach Region und kulturellen Hintergrund sind es Kühe, Ziegen, Schafe, Kamele, Rentiere, Büffel und Lamas. So verdirbt die Kamelmilch in der heißen Wüste deutlich langsamer als andere. Während in Indien aus religiösen Beweggründen die Hälfte der Milch von dem Wasserbüffel stammt, wird für die kommerzielle Produktion und Verbrauch überwiegende Kuhmilch eingesetzt.

Die gemolkene Milch, die Rohmilch, wird in mehreren Arbeitsschritten verarbeitet. Zuerst geht es durch die Zentrifuge um die ersten Inhaltsstoffe wie Fett und Eiweiß voneinander zu trennen. Indem anschließend die heiße Milch unter hohen Druck durch kleine Düsen gepresst wird, entsteht eine konsistente Textur. Man spricht dann von homogenisierter Milch. Durch Pasteurisierung wird Milch sterilisiert und haltbar gemacht. Die Milch wird dabei auf ca. 75 °C für 30 Sekunden erhitzt und pathogene Bakterien abgetötet. Die Milch bleibt dann bei 6°C für eine Woche haltbar.

Aus Milch wird eine beinahe unüberschaubare Palette von gesunden Nahrungsmitteln für die menschliche Ernährung hergestellt. Das sind unter anderem Käse (Hart-, Schnitt-, Schmelz-, Weich- und Frischkäse), Joghurts mit verschiedenen Fettgehalten, Puddings in allen Geschmacksrichtungen, Sahne, Sauerrahm, Creme frâiche, Sauermilch, Quark, Kondensmilch u.a.

Für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie und den Export wird die Milch, die einen Wasseranteil von ca. 87%  hat durch Verdampfung der wässrigen Bestandteile getrocknet und Milchpulver gewonnen. Milchpulver aus Vollmilch enthält etwa 25% Eiweiß und 26% Fett. Magermilchpulver, welches aus Magermilch gewonnen wurde hat naturgemäß geringere Gehalte. Molkenpulver wird aus der Molke gewonnen, ein Nebenprodukt der Käseherstellung.

Milchpulver wird später durch Zugabe von Wasser wieder verflüssigt und wird als Säuglingsnahrung, in Süß- und Backwaren aber auch zur Kälber- und Ferkelaufzucht verwendet.

Milchproduktion in Deutschland und Europa

Die Milch produzierende Industrie in Deutschland ist seit dem Zweiten Weltkrieg einen gewaltigen Strukturwandel unterworfen. Nach Zahlen des Milch Industrie Verband (MIV) ist die Zahl der Molkereien von 3401 Betrieben (19500 über 508 (1991) auf nunmehr 162 (2013) Unternehmen zurückgegangen.  Der Rückgang der Anzahl steht natürlich eine erhebliche Vergrößerung der Produktionskapazitäten gegenüber. So sind die angelieferten Mengen von 28,72 Mio. t in 1990 auf 30,3 Mio. t in 2013 angestiegen. Für 2014 wird geschätzt, dass 31,2 Mio. t angeliefert werden – das sind 97% der gesamten deutschen Kuhmilcherzeugung.

Der größte Teil der Milch in Deutschland wird nach Angaben des MIV zu Käse und Speisequark (47%) verarbeitet. Ein gutes Drittel wird von den Molkereien zu Frischmilcherzeugnissen (Trinkmilch und Joghurt u.a.) aufbereitet. Die restliche Milch dient der Butterproduktion und der Erzeugung von Dauermilcherzeugnissen (Mich- und Molkenpulver sowie Milcheiweißerzeugnisse).

In Deutschland wird 495 000 t Butter (2014) produziert.  Das ist ein Butterverbrauch von 6 kg pro Kopf. Der butterkonsum ist damit seit 1990 um 18% zurückgegangen.

In Europa wurden 2013 2,2 Mio t Butter erzeugt. Deutschland ist der größte Butterproduzent noch vor Frankreich mit 0,397 Mio. Tonnen. Deutlich dahinter folgen Großbritannien mit 0,145 Mio, die  Niederlande und Irland mit je 0,2 Mio. und Polen (0,16 Mio. t) sowie Dänemark (0,135 Mio.t).

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