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EEX / EUREX - Schweine - aktuelle Schweinepreise | Schweinepreise Chart | Schweinepreise Prognose

Eurex / EEX - Schweine

Auf einen Blick

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Aktuelle Berichte
19 Okt
Kartoffeln: Frankreich erntet 6,2 Mio. t Kartoffeln

Das Landwirtschaftsministerium Frankreichs veröffentlichte jüngst deren Kartoffelernte für das Jahr

19 Okt
Schweine: Schlachtzahl über 1-Mio.-Marke

Bei den Schweinen ist auch weiterhin von einer belasteten Marktlage zu sprechen. Denn das Angebot

18 Okt
Kartoffeln: Weiter gen Süden

Ungeachtet jeder Überlegung sacken die Kurse der Terminbörse Leipzig weiter gen Süden. Auch in der

18 Okt
Schweine: Notierung bleibt bei 1,50€

Wie gestern bereits erwartet blieb die Notierung der Vereinigung der Erzeuger heute bei

17 Okt
Kartoffeln: Terminmarkt schwächelt weiter

In der heutigen Börsensitzung der EEX Leipzig schwächelten die Kurse der Kartoffel Futures abermals

17 Okt
Schweine: Angebot groß / Tendenz unverändert

Bei den Schweinen ist die Stimmung weiterhin belastet. Wie gestern bereits beschrieben ist das

Kontraktspezifikation: Eurex / EEX-Schweine

Gehandelte Einheiten:

Schweine mit einem Schlachtgewicht (SG) von 8000 kg

Notierung:

Euro pro Kilogramm auf drei Dezimalstellen

Laufzeiten:

Es werden in der Regel 12 Monate im Voraus gehandelt, sowie zwei folgende Quartalsverfallmonate

Letzter Handelstag:

Der Mittwoch, der auf den dritten Freitag des Monats folgt

Lieferung/cash-settlement:

Cash Setlement auf Basis des EEX Hog Index.

Handelszeiten:

9:55 bis 16:00 Uhr MEZ/MESZ

Besonderheiten:

Die Eurex hat den Handel ihrer Agrarindex-Futures-Kontrakte zum 08. Mai 2015 einstellt. Diese werden nun an der EEX ( European Energy Exchange, Leipzig) gehandelt.

Basiswissen Schweine / Lean Hogs
1. Historie und Haltung

SchweineDas Hausschwein (sus scrofa scrofa) stammt vom europäischen Wildschwein ab. Bis zum 18. Jahrhundert war das Schwein zwar domestiziert, aber züchterisch kaum bearbeitet. Die schlanken und langbeinigen Tiere wurden in einem Alter von anderteinhalb Jahren  und einem Gewicht von 50kg geschlachtet. Mit der einsetzenden Industrialisierung und dem steigenden Bevölkerungswachstum begann die gezielte Züchtung auf schnellwachsende Mastschweine mittels Einkreuzung ostasiatische und englische Varietäten. Bis Ende der 1950er Jahre wurde auf einen hohen Fettgehalt gezüchtet. Nach dem zweiten Weltkrieg änderten sich die Verbraucherwünsche und es wurde mehr Wert auf mageres Fleisch gelegt.

Die moderne Schweinfleischerzeugung zielt auf eine hohe Reproduktion von 25-28 Ferkel pro Sau und Jahr ab, eine tägliche Zunahme von 850g und ein intramuskulären Fettgehalt von 1,5%.

Die Trächtigkeit von Schweinen beträgt in der Regel 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage. Nach drei bis vier Wochen werden die Ferkel von ihrer Mutter abgesetzt und in spezialisierten Mastbetrieben aufgezogen. Zur Fütterung wird geschroteter Mais, Gerste, Hirse, Hafer und Weizen verwendet. Zur Deckung des Proteinbedarfs wird Soja- oder Rapsmehl verabreicht, oft ergänzt mit zusätzlichen Aminosäuren (z.B. Lysin und Methionin). Nach etwa 6 Monaten haben die Mastschweine ihr Schlachtgewicht von 120kg bei einem Ausschlachtungsgrad von 55-57% erreicht. Schweinefleisch wird als Braten, Schnitzel, Schinken, Lende, Mett, Schweinebauch oder Rippchen vermarktet. Doch auch die restliche Biomasse findet seine Verwertung in mehr als 150 Produkten wie Fotopapier, Herzklappen, Insulin, Porzellan, Kosmetika, Zigaretten, Gummibärchen, Buntstifte u.v.m.

2. Produktion und Handel

Die Weltproduktion von Schweinefleisch stieg im Jahr 2013 um 1,8% auf 107,5 Mio. Tonnen. Für 2014 prognostiziert die USDA einen weiteren Anstieg auf fast 109 Mio. Tonnen. Die größten Schweineproduzenten 2013 sind China mit einem Anteil von fast 60%, die Europäische Union mit 20% und die USA mit 8%. 

In der EU-28 werden 21,9 Mill. t Schweinefleisch produziert. Dabei ist Deutschland mit 5,5 Mill. t führend, gefolgt von Spanien (3,4 Mill. t), Frankreich (1,9 Mill), Italien (1,6 Mill t.) Polen (1,7 Mill t.) Dänemark (1,6 Mill t.) Niederlande (1,3 Mill. t) Belgien (1,1 Mill t).

Der weltweite Verbrauch von Schweinefleisch lag im Jahr 2013 bei 107,2 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. USDA prognostiziert auch in diesem Jahr ein Wachstum von 1%.

Der Pro-Kopf Verbrauch von Schweinefleisch 2013 ist weltweit in der EU mit 41,3 kg pro Jahr am größten. Wobei es dabei große regionale Unterschiede gibt. So wird in Spanien 58,6 kg, in Deutschland 52,8kg überdurchschnittlich viel verzehrt, während in Slowakei mit 29kg und in Großbritannien mit 22,6kg Schweinefleisch nur eine untergeordnete Rolle spielt. In China werden 38,8kg, Südkorea 32,7kg, Kanada 28,3kg, die USA 27,6kg und Russland 24,1kg Schweinefleisch pro Einwohner und Jahr verspeist.

Die größten Produzenten sind auch gleichzeitig die größten Verbraucher, so dass nur knapp 10% der Schweinefleischproduktion in den Welthandel gelangt. 2013 wurden 7,1 Mill. Tonnen exportiert. Die weltweit größten Exporteure von Schweinefleisch sind die USA und die Europäische Union mit jeweils einem Drittel Anteil am Export gefolgt von Kanada mit 18% und Brasilien mit 9%. Das meiste Schweinefleisch wird von Japan (18%) importiert, gefolgt von Russland (13%), Mexiko (12 %) und China (11%).

3. Warenterminmarkt

Die Preisentwicklung an den Schweine Terminmärkten hängt neben der spezifischen Nachfrage auch von den Preisen der Substitutionsgüter wie Rind- und Geflügelfleisch ab. Des Weiteren sind die schwankenden Futtermittelpreise für Weizen, Mais und Soja, immer wieder auftretende  Tierseuchen (Schweinepest) und Tierschutzvorschriften wichtige Einflussfaktoren auf den Schweinepreis. Der Schweinepreis unterliegt somit großen Schwankungen und kann daher sinnvollerweise auf den Terminmärkten direkt oder indirekt abgesichert werden.

In den USA werden Futures auf Schweine (Lean Hogs) an der Chicago Mercantile Exchange gehandelt. Die Notierung erfolgt in US-Cent und ein Kontrakt umfasst 40.000 amerikanische Pfund (18,14t oder 165 Tiere).

Nach dem die Preise im ersten Quartal 2013 aufgrund Überproduktion und einer schwachen Exportnachfrage nach US-Schweinefleisch bei 76,8 US-Cent je Pfund ein deutliches Tief markierte erholten sich die US Future im Jahresverlauf und im ersten Halbjahr 2014 deutlich. Zeitweise wurden Kurse von 130,0 US-Cent errreicht. In der zweiten Jahreshälfte kamen die Preise dann wieder zurück und erreichten den mehrjährigen Durchschnittskurs bei ca. 91 US-Cent.

In Europa ist der Terminhandel mit Schweinen und Ferkeln an der Eurex möglich. Die Kontraktgröße beträgt 8000kg Schlachtgewicht und die Notierung erfolgt in Euro. 2012 und 2013 notierte der Preis für Eurex Schweine noch deutlich über 1,60 €/kg. Im zweiten Halbjahr 2014 kam der Preis aufgrund Überkapazitäten und politischen Unsicherheiten in den Importländern unter Druck. Der Eurexkontrakt für Ferkel umfasst 100 Tiere und der Preis pro Tier lag zu den Hochzeit bei 55€. Mittlerweile sind auch hier die Preise zurückgekommen und notieren im November 2014 bei 35 Euro.

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